Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Petersilien -
Herzwein

Die Pflanze

Petersilie wird meist in Gärten kultiviert. Die Blätter sind kraus oder glatt und von tiefgrüner Farbe. Aufgrund einer in der Pflanze enthaltenen Substanz, Apiol, die windtreibend wirkt, hat diese Pflanze ihrem ganz charakteristischen Geruch. Ein Gewürzkraut, das unsere Küche hervorragend bereichert.
Man sagt dem "Peterli" nach, er sei hilfreich zur Vorbeugung und zur Behandlung von Krebs. Die Pflanze ist ein wirksames Abführmittel. Rheuma,Hexenschuss,Gicht, Haarausfall, Schuppen und Kopfläuse sind weitere Anwendungsgebiete.

Die Wirkung

Annas verwendete den unten beschriebenen Herzwein, vor allem bei Wetterfühligkeit (Föhn), bei zu hohem und zu niedrigem Blutdruck, bei Wasseransammlung in den Geweben, bei Nierenschwäche, bei nervösen Störungen, gegen Schlaflosigkeit, aber auch gegen Herz und Kreislaufbeschwerden.
Grossmutter Anna war, wie die meisten Menschen ihrer Zeit, fest eingebunden in den christlichen Glauben. Deshalb waren ihr auch die Lehren der heiligen Hildegard geläufig. Diese herausragende Ordensfrau aus dem 12. Jahrhundert wusste unter anderem ausserordentlich viel über die Heilkräfte der Pflanzen. Das Rezept für den Herzwein hat Anna sicherlich von ihr übernommen.

Grossmutter Annas Herzwein

Grossmutter nahm 10 grosse Stengel frischer Petersilie und und gab sie grob zerkleinert in 1 Liter guten Weisswein zusammen mit 1 EL Weinessig. Diese Mischung kochte sie 10 Minuten zugedeckt unter häufigem Rühren kräftig durch. Danach fügte sie 100 - 150 g reinen Bienenhonig unter und liess bei kleiner Flamme nochmals 5 Minuten köcheln.
Heiss goss sie den Wein in zwei gut gereinigte Flaschen ab, denen sie vorher zur Desinfektion und besseren Haltbarkeit je 1 TL reinen Alkohol gegeben hatte.