Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Weissdorn -
zugpackung

Die Pflanze

Der Weissdorn ist für mich im Bereich der Büsche Anfang und Ende des Jahres.
Die anschwellenden Knospen im Frühjahr und die jungen Blätter haben einen angenehmen, nussartigen Geschmack. Sie eignen sich vorzüglich für die Verwendung in der Küche: in Gemüse, Gebäck und Salat.
Die rot- leuchtenden Früchte sind wie ein letzter Gruss des Herbstes an den Winter. Die Beeren haben einen angenehm säuerlichen Geschmack und ergeben neben einem kräftigen Wein auch leckere Gelées.

Die Wirkung

Durch die nachgewiesenermassen heilwirksamen Stoffe in Blüten, Blättern und Früchten erweitern sich die Blutgefässe. Der Blutdruck wird gesenkt. Herz, Arterien und Venen werden gekräftigt. Die Haupt- und Nebenwirkstoffe, die ursächlich noch kaum erforscht sind, regulieren die Herztätigkeit und den Blutstrom durch die Gefässe. Dadurch wirkt die Pflanze beruhigend und krampflösend. Der Körper ist so in einem gesunden Aktivitätsgleichgewicht: Nervöse, unruhige, überaktive Menschen werden ruhig – träge, teilnahmslose, verkrampfte neu belebt.
Weissdorn ist auch angezeigt bei Kreislauf- und Durchblutungsstörungen, bei Herz- und Schlafproblemen. Esotheriker betrachten den Weissdorn darüber hinaus als Vermittler zur Geisterwelt. In der Volksmedizin wird die Pflanze gegen Freudlosigkeit und zur Bekämpfung von Ängsten jeglicher Art eingesetzt.

Grossmutter Annas Zugpackung

Anna gebrauchte die geraspelten Wurzeln in Umschlägen, um tiefsitzende Splitter und Dornen zu entfernen. Waren keine Wurzeln zur Hand, so leistete auch eine solche Zugpackung aus Blättern und/ oder Früchten den gleichen Dienst. Nagelbettentzündungen behandelte sie ebenfalls mit dieser breiartigen Masse.