23_Die Kräuter der Frauen

In allen Kulturen wissen Frauen um Kräuter, mit denen sie sich schön und attraktiv machen können, mit denen sie den Mann betören und locken können. Sie kennen Pflanzen, die zu starke Regelblutungen mildern und die die Fruchtbarkeit fördern. Sie wissen um Gewächse, die die Geburt erleichtern, den Blutverlust verringern oder den Milchfluss anregen können. Wer sich wundernd nun am Kopf kratzt, der findet hier ein wenig Nachhilfeunterricht:

Bei Frauenkräutern tauchen in verschiedenem Umfeld immer wieder die gleichen Namen auf: Johanniskraut, das der jungfräulichen Maid im Schlaf den Liebsten zeigt, Beifuss, der auf den Brautschuh gestreut, Unholde abwehren soll, Schafgarbe, Kamille...

Als Universalmittel bei Frauenleiden kommen diese Pflanzen selbstverständlich auch medizinisch zu Ehren, vor allem im Bereich der monatlichen Regel. Stiefmütterchen und Rosmarin sind zu erwähnen, wenn es um die Gewinnung der männlichen Gunst, bzw. um die Steigerung der Fruchtbarkeit geht.

Kräuter spielen auch in der Schwangerschaft und bei der Geburt eine grosse Rolle. Himbeerblätter, duftende Kräuter wie Thymian und Minze und - Pfr. Künzlis Frauenmantel. Für genügenden Milchfluss sorgen zur Stillzeit Anis, Kümmel und Fenchel.

Auch kannten und kennen die weisen Frauen Rezepturen zur Verhütung und Abtreibung.

"Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib!"

Nahezu alle Frauenleiden sprechen sehr gut auf Spülungen und Sitzbäder mit Schafgarbenabsud an. Innerlich angewendet vermag der Tee die gleichen Beschwerden zu lindern. Überbrühen Sie einen Esslöffel getrocknete Schafgarbe (oder 3 EL frische) mit einem halben Liter kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee 5 Minuten lang ziehen, bevor Sie abseihen. Sie verfügen damit über die empfohlene Tagesmenge, die Sie in kleinen Portionen über den Tag verteilt lauwarm trinken sollten.

Rolf Zingg
www.factorey.ch
                    Zurück zur magischen Übersicht