25_Depressionen ade

Mutter Natur lässt gegen Depressionen allerlei Kräuter wachsen: Arnika, Baldrian, Hopfen, Melisse, Rauwolfia.
Aber keines lässt soviel Sonne in unser Gemüt, wie das Johanniskraut, das in diesen Tagen seine grösste Wirksamkeit entfaltet. Kräfte, die das Dunkel in unserem Innern bannen.

Wenn wir das Johanniskraut zwischen den Fingern reiben, so tritt ein Saft aus, rot wie das Blut des Johannes, wie die Legende sagt.

Das Johanniskraut hat die Kräfte des Lichts tief in sich eindringen lassen und kann sie nun an uns weitergeben. Es kann uns helfen, damit wir uns dem Licht öffnen. Wenn unsere Seele dunkel und schwer ist, wenn wir nur noch "schwarz sehen", dann kann diese Pflanze unser Gemüt erhellen. Johanniskraut gehört zu unseren besten antidepressiven Heilpflanzen.

Das Vorhandensein dieser Lebens- und Sonnenkräfte wird übrigens durch die heutige Wissenschaft bestätigt: das Hypericin, regt unseren Zellstoffwechsel an; der rote Farbstoff aktiviert die Zellatmung und gibt Sauerstoff an die einzelnen Zellen ab.

Machen Sie sich Ihre eigene Johanniskraut- Tinktur

Man sammelt das Johanniskraut, wenn es in seiner vollsten Blüte steht, denn das Hypericin ist nur in den Blüten enthalten. Man zupft die Blüten ab und füllt mit ihnen ein dunkles Schraubglas. Anschliessend übergiesst man sie mit 45 prozentigem Alkohol, so dass alles gut bedeckt ist und verschliesst das Glas. Es wird für ca. 3-4 Wochen an der Sonne stehen gelassen. Gelegentlich schütteln. Nach dieser Zeit seiht man die Flüssigkeit ab und füllt diese in dunkle Tropfflaschen.

Auch als Tee kann die Pflanze unser Gemüt erhellen. Tee (2-3 Tassen täglich) und Tinktur (3 mal 20 Tropfen) stärken die Nerven, helfen bei Erschöpfung und Kopfschmerzen.

Mit Baldrian gemischt wirkt Johanniskraut sehr gut gegen Schlaflosigkeit.

Rolf Zingg
www.factorey.ch
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