49_Die Kräuter der Männer

Den Männern geht es doch nur um eins! – Das stimmt zumindest nicht ganz. Spätestens mit zunehmendem Alter sorgen sie sich auch um ihre Prostata. Ab Fünfzig kommt es nämlich bei vielen Männern zu einer Wucherung der sogenannten Vorsteherdrüse. Da dieses Organ die Harnleiter beim Ausgang der Blase umschliesst, kommt es zwangsweise zu einer Behinderung der Harnentleerung. Häufiger Harndrang – vor allem nachts – später auch unwillkürlicher tropfenweiser Abgang des Wassers sind die Folge.

Sehr geeignet (nebst reizloser, salzarmer Kost und warmer Unterwäsche in der kühleren Jahreszeit) sind in diesem Zusammenhang Teemischungen mit Schlehen- und Kirschenblüten, schmalblättrigen Weidenröschen und weissen Taubnesseln. Aber auch das Kauen von Kürbiskernen kann in vielen Fällen zur Linderung von Prostataleiden beitragen.

Zur Erhaltung der Potenz bzw. zur Beseitigung von Impotenz sind wahrscheinlich die meisten bekannten Kräuter um Rat angegangen worden. Bewährt haben sich nur wenige. Geheimtippartig geblieben ist zum Beispiel die Verwendung von Zwiebeln, Tomaten, Auberginen, Kartoffeln und Sellerie. Auch Paprika, grüne Malvensamen und der Wegerich sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Dass milchhaltige Gewächse, wie der Kopf- und der Feldsalat, hier aufgezählt werden, ist von der Lehre der Ähnlichkeit her nicht weiter erstaunlich - allerdings wirken sie oft auch entgegengesetzt. Von jeder Naturwahrheit ist eben auch ihr Gegenteil wahr!

Kochen Sie was das Zeug hält!

Versuchen Sie sich wieder einmal in der experimentellen Küche. Vielleicht gelingt Ihnen ein Gericht, in dem möglichst viele der oben erwähnten Komponenten ihren Platz finden. Kann ja sein, dass ein Körnchen Wahrheit im Ganzen steckt. Und wenn’s nicht klappt?

Auch Liebe, zärtliche Nähe und Einfühlungsvermögen können durchaus ihre Wunder zeitigen...

Rolf Zingg
www.factorey.ch
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