B13_Ostara - Göttin der Morgenröte
Haben wir im letzten Artikel die christliche Tradition der Osterzeit ins Blickfeld gerückt, so beschäftigen wir uns heute auch mit dem Ursprung von Ostern.
Ostern leitet sich
von dem Begriff "Ostara" (Osten) ab, dem
angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte,
des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen
Maigrafen Freyr.
Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und
die Liebe (Morgenröte) gefeiert. Die Tage sind länger als die
Nächte und der Frühling hat sich gegenüber dem Winter
durchgesetzt.
Zum Fest der Göttin wurden wahrscheinlich als Opferbrauch Eier
vergraben, als Symbol der Weitergabe des Lebens verschenkt und
gegessen.
Das heidnische
Fest der Ostera wurde wie andere germanische Festtage mit
christlichen Gewand ummantelt, um das Heidentum in den Köpfen
der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen.
Ostern ist das theologisch bedeutendste Fest der Christenheit. Es
erinnert an die Auferstehung Jesu.
In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern von Osten.
Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen
richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang, zur Morgenröte,
denn sie glaubten Jesu kommt von dort auf die Erde zurück.
Deswegen sind die Kirchen jeweils nach Osten ausgerichtet erbaut
worden.
Holen Sie sich die Osterblumen auf den Morgentisch!
Wie bei den Ritualen um die Göttin der Morgenröte Ostara spielen auch in christlicher Tradition Blumen eine Schlüsselrolle.
Bedeutende Pflanzen für diese Zeit sind Osterglocken, Tulpen, Hyazinthen, Narzissen, Krokus, Gänseblümchen, Veilchen, Löwenzahn, Hahnenfuß, Weidenkätzchen und viele andere mehr.
Osterblumen sind immer ein Zeichen der erwachenden Natur, welche bei uns in Verbindung mit dem christlichen Osterfest, als Fest der Auferstehung von Jesus gefeiert wird, stehen.
| Rolf Zingg www.factorey.ch |
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