B26_Contraschmerz natural
Gegen die (meisten) Gebresten der Menschen ist bekanntlich ein Kraut gewachsen. Unsere berühmten Vorfahren von Paracelsus bis Steiner, von Hildegard von Bingen über Kneipp bis hin zu Künzle haben darüber berichtet.
Und doch. Was ist heute davon übrig geblieben? Die Medizin und im Gefolge die chemische Industrie haben uns stärkere und hochwirksame Mittel in die Hände gegeben. Allerdings im Tausch gegen Eigenverantwortung und Naturnähe. Zum grossen Teil wurde dabei einfach die Natur kopiert, wurden Wirksubstanzen gereinigt und künstlich optimiert. Oft mit unangenehmen Nebenwirkungen.
In der natürlichen Ausgangspflanze ist der wirksame Bestandteil eben nicht so konzentriert vorhanden und immer mit Begleitsubstanzen gepuffert. So sind Nebenwirkungen kaum ein Thema. Dafür braucht es vielfach ein Quäntchen Geduld und damit Zeit, bis sich die Wirkung einstellt. Zeit, die heute oft allzu rar ist, die aber sicher fehlt, um sich mit den Ursachen des Übels auseinanderzusetzen...
Machen Sie den Kopfschmerzen den Garaus
Gegen Schmerzen, wie Kopfweh soweit sie nicht durch organische Krankheiten (z.B. Sehschwäche) oder durch Neuralgien im Bereich des Schädels bedingt sind, finden wir am Wegrand und im Kräuterbeet geeignete Mittel. So liess uns meine Grossmutter die Stängel des Mädesüsses (Spierstaude) kauen oder machte einen Aufguss mit Weidenrinde als Tee. Das Einreiben mit Pfefferminzöl an Schläfen und zwischen den Augen erachten sogar meine naturkritischen Kinder als wirksames Heilmittel. Ich habe persönlich auch gute Erfahrungen mit Rosmarinöl, das ich in gleicher Weise handhabe, gemacht. Und was sagen die Kräuterbücher? Als Erben unserer Kräuterprotagonisten empfehlen sie immer noch Baldrian, Holunder, Lavendel, Melisse und Raute. Übrigens: Sport, Bewegung allgemein und Sonnenbaden stehen zudem ganz oben auf meiner "Heilmittelliste" gegen Kopfschmerzen.
| Rolf Zingg www.factorey.ch |
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