Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Brennessel - poderat

Die Pflanze

Die Brennessel braucht kaum jemandem vorgestellt zu werden. Aber, was man damit alles anstellen kann, schon. In der Frühlingsküche kann die Pflanze als Brennesselsuppe, als Spinat, aber auch in Salaten verwendet werden. Überhaupt eignet sich die Brennessel sehr gut als Beimengung zu verschiedenen Gemüsen und Saucen. Sie rundet den Geschmack ab, ohne sich vorzudrängen. Keine Angst vor den Brennhaaren. Nach Überbrühen mit heissem Wasser ist davon nichts mehr zu spüren.

Die Wirkung

Die Brennessel ist eine der ältesten Heilpflanze überhaupt. Mit ihren Vitaminen A und C, dem Eisen und dem Kalzium ist sie interessant für "Frühjahreskuren". Sie regt den Stoffwechsel und die Blutbildung an.

Die Pflanze hat eine harntreibende Wirkung und ist deshalb angezeigt bei Wasseransammlungen, Gicht und Rheumatismus aller Art. Die immer wieder behauptete blutzuckersenkende Wirkung konnte man experimentell noch nicht recht bestätigen.

Junge Brennesselblätter sind bei Appetitlosigkeit und Untergewicht ein gutes Diätmittel. Durch ihre Inhaltsstoffe beeinflussen die Blätter Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse positiv. Auch sagt man der Pflanze durchfallhemmende und blutstillende Eigenschaften nach. Bei Erschöpfungszuständen soll sie wahre Wunder wirken.

Grossmutter Annas Poderat

Ein wirkungsvolles Mittel gegen Schuppen und zur Pflege der Kopfhaut war das Brennesselpoderat Grossmutter Annas.

Dazu kochte sie Wasser ab und gab, nachdem sie die Pfanne vom Herd gestellt hatte, alle 5 Minuten eine Handvoll Brennesselblätter zu und rührte das Gemisch, bis es Zimmertemperatur hatte. Dasselbe machte sie auch mit reinem Alkohol. Nachdem die Wasser- und die Alkoholkomponenten gefiltert wurden, goss sie die beiden Lösungen zusammen, schüttelte kräftig und verschloss das Ganze in einer dunklen Flasche.

Das Mittel regt die Durchblutung der Kopfhaut spürbar an und nach Anna soll es sogar den Haarwuchs fördern.....