Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Berberitzen-
sirup

Die Pflanze

Die Berberitze ist ein 1- 2 m hoher Strauch mit stark holzigen Zweigen und dreiteiligen Dornen am Blattansatz.

Jetzt leuchten seine länglichen roten Beeren von manchen Parks lockend entgegen. Als Kinder haben wir die grünen oder roten Blätter, die in Büscheln stehen, gerne gegessen. Die Beeren reifen im September und eignen sich vorzüglich für Konfitüren, Gelée, Saft und Essig.

Die Wirkung

Blätter und Zwiebeln enthalten ätherische Öle, Die Beere ist ein ausgezeichneter Vitamin- C- Spender. ausserdem wirkt sie harntreibend, appetit- und kreislaufanregend.

Die Wurzel, vor allem deren Rinde, lässt sich ebenfalls verwenden. Sie ist bei Verdauungsschwäche, Wassersucht, Leberleiden, Gallenstauung, Gallenblasenentzündung, Harnleiterschmerzen und Gallensteinbildung ebenso angezeigt, wie bei Hämorrhoiden und Kreisslaufschwäche.

In der Homöopathie wird ausserdem eine Tinktur aus der Wurzelrinde als abführendes und fiebersenkendes Mittel gelobt.

Die Wirkung bei Gicht müsste meines Erachtens näher geprüft werden.

In der Küche sind nur die Beeren verwendbar. Alle anderen Teile des Strauches sind schwach giftig.

Rezept: Berberitzensiruü

VORBEREITUNG

2kg Berberitzenfrüchte sammeln, was recht viel Arbeit bedeutet.

DURCHFÜHRUNG

Die sauberen Beeren mit 1l Wasser und 2 Zitronen in Scheiben geschnitten kurz aufkochen und etwa 30 min ziehen lassen. Die Masse in ein gebrühtes Leinentuch geben und gemächlich durchlaufen lassen (5-6 Stunden). 1,5 kg Zucker beigeben, nochmals kurz aufkochen und in vorgewärmte Flaschen giessen. Gut verschliessen.

MERKE

Sirup wird mit Wasser ev. Mineralwasser verdünnt und kann für die Zubereitung von Glacés oder Süssspeisen aller Art, sowie für Cocktails und Mischgetränke verwendet werden.