Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Johannis-
kraut - Bier

Die Pflanze

Beim gemeinen Johanniskraut tritt beim Zerreiben der gelben Blüten ein blutroter Saft aus. Die länglich- ovalen Blätter haben durchscheinende Öldrüsen. An diesen Merkmalen ist die Pflanze eindeutig zu erkennen.

Die Wirkung

Gewisse Inhaltsstoffe der Blüte beruhigen und wirken positiv auf depressive Zustände. Während die ätherischen Öle vor allem auf das Nervensystem Einfluss nehmen, zeigen die Gerbstoffe der Pflanze eine entzündungshem-mende Wirkung auf die Schleimhäute.

Die regenerierende Wirkung von Blüte und Blatt auf krankes Gewebe bringt schlecht heilende Wunden zur sauberen Abheilung.

Innerlich angewendet zeigt die Pflanze kreislauf- und menstruationsfördernde Eigenschaften.

Das Johanniskraut- Öl wird aber auch bei Erkrankungen des Darms, des Magens und der Luftwege verwendet.

Vorsicht: Nach Einnahme des Öls darf man sich wegen der erhöhten Lichtempfindlichkeit und wegen Verbrennungsgefahr nicht der prallen Sonne aussetzen.

Rezept: Johanniskrautbier

VORBEREITUNG

3,5 l Warmwasser, 500 g Malzpulver (z.B. MORGA),

5g Brauhefe (Biereria, Brühlgasse, St.Gallen), 250 g frisches Johanniskraut, eine Pfanne und ein Mischgefäss bereitstellen

DURCHFÜHRUNG

Das Malzpulver im warmen Wasser auflösen. Mit dem Johanniskraut aufkochen, ¼ Stunde köcheln lassen, ins Mischgefäss geben. Mehrere Stunden stehen lassen. Kraut abfiltern.

1 TL Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und die Hefe zugeben.

Das Gemisch ins saubere Mischgefäss leeren und gut durchrühren. Abdecken. Nach etwa einer Woche das Bier vom Satz trennen.

Etwas Zucker beifügen und in Flaschen abfüllen.

Flaschen bei Zimmertemperatur 3 Wochen lagern.

Anschliessend im Keller einige Wochen reifen lassen.

MERKE

Dem Bier kann auch zwecks herbem Aroma etwas Hopfen beigefügt werden.