Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Linden-
Blütentraum

Die Pflanze

Wird ein Mensch geboren, so pflanzen die Eltern häufig einen Baum. Eine Linde. Hier bei einem Sohn, dort bei einer Tochter. Die Linde ist das Symbol der Liebe und der Fruchtbarkeit. Auch der Geselligkeit. Denken wir nur an die Dorflinde als Ort des Zusammenseins. Die Germanen wählten zudem den Schatten des Lindenbaums für ihre Thingversammlungen und für Gerichtsverhandlungen.

Die Wirkung

Die Pflanze enthält ätherisches Öl und viel Schleim. Auch Seifen- und Zuckerstoffe sind nachweisbar.

Die Volksmedizin kennt den Lindenblütentee als schweisstreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Der Tee wird auch bei Bronchitis, Halsentzündungen, Nieren- und Blasenkatarrh eingesetzt. Mit Kamillen- und Holderblüten lässt sich die Wirkung verstärken. Lindenblütentee löst Krämpfe, fördert den Schlaf und soll bei Konzentrationsschwäche wahre Wunder vollbringen.

Lindenblätter ergeben zwischen zwei bebutterten Brotscheiben mit etwas Salz, Zitronensaft oder Worcestersauce ein schmackhaftes Sandwich.

Der Rindenbast macht als Brei die Augen klar und rein und erweist sich bei Korb- und Flechtarbeiten als reissfestes Gewebe.

Das Holz der Linde wird für Schnitzarbeiten verwendet.

Die Kohle wird als Zeichen- und Filtermaterial gebraucht und die Asche hilft bei Hautausschlägen.

Rezept: Lindenblütentraum

VORBEREITUNG

Lindenblüten in voller Blüte sammeln

DURCHFÜHRUNG

Dessert bereiten, indem man die Blüten mit Milch, gemahlenen Mandeln, Zucker und Honig vermischt und zu kleinen Kugeln formt.

MERKE

Dieses Dessert ist auch möglich mit Blüten von Löwenzahn, Heckenrose, Weissdorn und Schlüsselblume.