Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Schlehenlikör

Die Pflanze

Das stark verzweigte Gehölz mit den kräftigen Dornen und den blauen Früchten bildet oft ein undurchdringliches Dickicht am Waldrand.

Die Rede ist vom Schwarzdorn, der seinen Namen sicher der grau- schwarzen Rinde wegen bekommen hat.

Bei uns ist dieser Strauch eher als Schlehdorn bekannt. Schlehen heissen nämlich auch seine säuerlichen, herben, trockenen und stark zusammenziehenden Früchte, die an kleine Pflaumen erinnern

Die Wirkung

Die Blüten, die ab März zu sehen sind, und die Früchte weisen interessanterweise verschiedene Inhaltsstoffe auf. Verschieden deshalb auch deren Wirkungsweise.

Während die Blüten mit den Blausäureglykosiden und den Aromastoffen vorwiegend Harn und Schweiss treiben, krampflösend und stuhlfördernd sind, wirken die Beeren mit den Gerbstoffen, den Zuckern, den organischen Säuren, dem Pektin und den Farbstoffen stopfend und heilend bei Zahnfleischblutungen und –entzündungen.

Rezept: Schlehenlikör

VORBEREITUNG

So viele Schlehenfrüchte sammeln, dass man mit ihnen eine Flasche zu zwei Dritteln füllen kann. Die Schlehen gut waschen und mit einer Gabel anstechen.

DURCHFÜHRUNG

Zu den Früchten in der Flasche eine Tasse Zucker zugeben und mit einem neutral schmeckenden Schnaps (am Besten aus Getreide oder Kartoffeln, z.B. Vodka, Härdöpfeler, Korn) auffüllen. 3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und oft schütteln). Ansatz in separate Flasche geben.

MERKE

Man kann einen zweiten Ansatz mit denselben Beeren machen, diesmal aber 4-5 Wochen stehen lassen und anschliessend beide Ansätze vereinen. Nachsüssen.

Viele Likörliebhaber fügen zudem noch einen Schuss Zwetschgenwasser bei.